Der 1. Juli ist nicht nur den Tag der Reise nach Wien, sondern auch den Geburtstag einer Saxophonistin. Und ehe noch alle schlaftrunken ans Frühstücksbuffet getaumelt waren wurde schon das erste Geburtstagslied angestimmt. Abgesehen davon verlief die Reise vom Salzburger Land in die Musikmetropole Wien ereignislos - bis auf die Tatsache, dass die gestern aufgerissene Wissenslücke gestopft wurde: Voller Freude (und viel Ironie) tauchten wir in die Kulissen des Filmes "Sound of Music" (eine DVD machts möglich) ein und machten natürlich noch halt beim "Mondsee" (eine Kulisse aus dem Film mit Gruppenbildpotential).

Starkem Stau und logistischen Problemen direkt am Hotel in Wien geschuldet war die Anreise wieder etwas knapp. Nach schnellem Ausladen aller Instrumente und verstauen in einem viel zu kleinen Raum (wurde bereits erwähnt, dass wir allerlei Schlagwerk dabei haben - und nicht die einzigste Gruppe im Hotel sind?) ging es direkt weiter in den Stephansdom wo die "Opening Ceremony" des "Summa Cum Laude" Musikfestivals stattfand. Hierbei wurden alle teilnehmenden Gruppen - 25 an der Zahl - von Mitgliedern vorgestellt (Zitat: "We are proud to repressent our school, our state Oregon and of course the United States of America" - unserer Ansprache hatte weniger Pathos). Inspiriert von den großen Gruppen versuchten wir uns ebenso lautstark zu repräsentieren, was uns aus subjektiver Sicht durchaus gelang. Im Rahmen der Zeremonie durften auch unsere bereits zum Frühstück geölten Stimmen beim gemeinsamen Singen der Festival Hymne ("Musica Nostra Anima" - Musik unserer Seele - aus rund 1000 Kehlen) eingesetzt werden.

Tatsächlich sind wir, neben vielen Chören und Orchestern, als Saxophonisten nicht ganz allein. Das "Sonoro Junior Sax" Ensemble aus Italien tritt mit 55 Saxophonen an - Italien gegen Deutschland sozusagen. Wie das Verhältnis nach dem morgigen Spiel sein wird erfahren wir am 4. Juli beim gemeinsamen Workshop.

Nach der Zeremonie trennten sich die Wege: Die einen gingen zu einem entspannten Abend zurück ins Hotel (wobei der Wettkampf gegen die Italiener schon am Pasta-Buffet begann) und ließen den Abend auf angehme Weiße ausklingen: unterwegs im Viertel mit sommerlichen Open-Air-Kino, Spaziergängen oder entspannten Gesprächen bei endlich milderer Temperatur. Der Dirigent und eine einsame Seele zogen sich dagegen zum "Dirigenten Kick-Off" bei Sekt und Häppchen zurück. Auf dem Besprechungsprogramm: Der Ablauf der Konzerte der nächsten Tage.